Brustimplantatewechsel

​Wann wird ein Brustimplantat gewechselt?

Es kann verschiedene Gründe geben, die einen Implantatwechsel erforderlich machen. Heutzutage werden Brustimplantate nur dann gewechselt, wenn sie Probleme oder Beschwerden machen. Die Ruptur eines Implantates mit Austritt von Silikon stellt eine Indikation zur Entfernung bzw. zum Austausch des Implantates dar. Des Weiteren stellt die Kapselfibrose, eine Gewebereaktion des Körpers um das Implantat, welche zu Schmerzen und Veränderung der Form führen kann, eine weitere Indikation dar.

Gewünschte ästhetische Anpassungen wie Vergrösserung, Verkleinerung oder Formänderung können auch einen Implantatwechsel zur Folge haben – sei dies wegen Veränderung der eigenen Körperwahrnemung und Vorlieben oder durch Formveränderung der Brust selbst im Laufe der Zeit.

Wie wird die Operation durchgeführt?

Der Brustimplantatewechsel wird in Vollnarkose durchgeführt. Durch einen Schnitt im Verlauf der alten Narben wird die alte Prothese ausgebaut und die neue eingebaut und die Haut verschlossen. Je nach Wunsch und Lokalisation der alten Prothese kann dies über oder unter der grossen Brustmuskulatur erfolgen. Üblicherweise wird ein kleiner Schlauch je Brust eingelegt, zur Ausfuhr von Wundflüssigkeit, welcher am Folgetag in der Regel entfernt werden kann.

Was ist die Alternative zum Implantatwechsel?

Die Alternative zum Implantatwechsel ist die Entfernung des Implantates mit oder ohne Bruststraffung. Eine Alternative ist die Implantatentfernung und das Einspritzen von Eigenfett.

Wie ist die Nachbehandlung?

Die ersten zwei Wochen wird ein Brustband Tag und Nacht getragen. Nach ca. zwei Wochen werden in der Regel die Fäden gezogen und es erfolgt eine erste Wundkontrolle. Für insgesamt sechs Wochen muss ein Sport-BH getragen werden. Ein Jahr lang sollte die Narbe mit rückfettender Cremen gepflegt und massiert werden, um das beste Resultat zu erzielen. Auf direkte Sonneneinstrahlung auf die Narbe muss zwingend verzichtet werden. Kontrolltermine sind in der Regel mindestens nach zwei, sechs und zwölf Wochen vorgesehen.

Wie lange ist die Arbeitsunfähigkeit?

Dies hängt von der Art der Arbeitsbeschäftigung ab, in der Regel mindestens zwei Wochen. Ebenfalls sollte für sechs Wochen kein Sport betrieben werden.