Bruststraffung (Mastopexie)

​Mit dem Älterwerden verliert die Haut ihre Elastizität und in der Folge die Brust ihre Form. Verstärkt ist dieser Effekt nach einer Schwangerschaft oder einem Gewichtsverlust.

Bei der Bruststraffung (Mastopexie) wird ähnlich vorgegangen wie bei einer Brustverkleinerung, jedoch wird nur wenig oder gar kein Brustgewebe entfernt. Es wird die Brust neu geformt und durch die Entfernung von Haut eine festere Brust geschaffen.

Wie bereite ich mich vor?

Im Vorfeld der Operation werden wir in einem ausführlichen Beratungsgespräch mit Ihnen Ihre Vorstellungen besprechen. In den 14 Tagen vor der Operation sollten Sie auf Schmerzmittel, welche die Blutgerinnung beeinflussen (z. B. Aspirin), verzichten. Zudem empfehlen wir, zwei Wochen vor und nach der Operation auf den Konsum von Nikotin zu verzichten.

Wie wird die Operation durchgeführt?

Die Operation erfolgt im Rahmen eines 1–2-tägigen Spitalaufenthaltes und wird in Vollnarkose durchgeführt. Vor dem Eingriff werden im Stehen Markierungen vorgenommen. Je nach Wunsch wird der Brustwarzenhof verkleinert und neu positioniert. Das Brustdrüsengewebe wird neu geformt und der Hautmantel gestrafft.

Die Schnittführung und somit die Narben verlaufen um die Brustwarze und von dieser senkrecht nach unten bis zur Unterbrustfalte. Eventuell wird auch ein weiterer Schnitt entlang der Unterbrustfalte notwendig.

Wie sieht die Nachbehandlung aus?

Am Tag nach der Operation werden die Drainage-Röhrchen für das Wundsekret entfernt und ein stützender Sport-BH angepasst. Dieser sollte für sechs Wochen Tag und Nacht getragen werden. Im Bereich der Brustwarze wird die Haut mit feinen Fäden genäht, die nach 10–14 Tagen entfernt werden. Die restlichen Fäden lösen sich auf. Die definitive Form der Brüste zeigt sich jedoch frühestens nach drei bis sechs Monaten.

Gibt es Komplikationen?

Wie bei der Brustverkleinerung kann die Stillfähigkeit nach der Operation eingeschränkt sein und es können Gefühls- oder Durchblutungsstörungen der Brustwarze auftreten. Bei allen Operationen besteht das Risiko einer Nachblutung, Infektion, Wundheilungsstörung oder überschiessender Narbenbildung.

Das Wichtigste in Kürze

  • OP-Dauer: ein bis zwei Stunden
  • Narkose: Vollnarkose
  • Spitalaufenthalt: zwei bis drei Tage
  • Nachbehandlung:
        • Metallfreier Sport-BH für sechs Wochen
        • Sportkarenz für sechs Wochen
  • Arbeitsunfähigkeit: ein bis zwei Wochen (abhängig von der körperlichen Belastung)