Brustvergrösserung mit Bruststraffung

​Mit dem Älterwerden verliert die Haut ihre Elastizität und das Brustdrüsengewebe nimmt ab. Dies führt zu einer schlaffen, leeren Brust. Nach Schwangerschaften und starkem Gewichtsverlust ist dies noch verstärkt.

Bei der Brustvergrösserung mit Bruststraffung (Augmentationsmastopexie) werden die Brüste mit Silikonimplantaten vergrössert. Zusätzlich wird der Hautmantel gestrafft, damit die Brust durch das Gewicht der Implantate nicht weiter nach unten gezogen wird.

Wie bereite ich mich vor?

Im Vorfeld der Operation werden wir in einem ausführlichen Beratungsgespräch mit Ihnen Ihre Vorstellungen besprechen und die geeignete Technik (Schnittführung, Implantat Grösse und Form) festlegen. In den 14 Tagen vor der Operation sollten Sie auf Schmerzmittel, welche die Blutgerinnung beeinflussen (z. B. Aspirin), verzichten. Zudem empfehlen wir, zwei Wochen vor und nach der Operation auf den Konsum von Nikotin zu verzichten.

Wie wird die Operation durchgeführt?

Die Operation erfolgt im Rahmen eines 2–3-tägigen Spitalaufenthaltes und wird in Vollnarkose durchgeführt. Vor dem Eingriff werden im Stehen Markierungen vorgenommen.

Je nach Wunsch wird der Brustwarzenhof verkleinert und neu positioniert, indem überschüssige Haut entfernt wird. Dann wird die Brust mit einem passenden Implantat vergrössert. Die Schnittführung und somit die Narben verlaufen um die Brustwarze und von dieser senkrecht nach unten bis zur Unterbrustfalte. Selten wird auch ein weiterer Schnitt entlang der Unterbrustfalte notwendig.

Welche Implantate werden verwendet?

Moderne Brustimplantate bestehen aus einer Silikonhülle und einer kohäsiven Silikonfüllung, das heisst selbst bei einer Verletzung der Hülle kann das Silikon nicht auslaufen. In den letzten zwanzig Jahren konnte mit diversen wissenschaftlichen Studien gezeigt werden, dass Silikon keine Krankheiten auslöst und dass das Risiko für Brustkrebs nicht erhöht wird.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen runden und anatomischen (tropfenförmigen) Implantaten. Diese sind jeweils mit unterschiedlicher Projektion und in vielen Grössen erhältlich.

Wie sieht die Nachbehandlung aus?

Nach ein bis zwei Tagen werden die Drainage-Röhrchen für das Wundsekret entfernt und ein stützender Sport-BH angepasst. Dieser sollte für sechs Wochen Tag und Nacht getragen werden. Im Bereich der Brustwarze wird die Haut mit feinen Fäden genäht, die nach 10–14 Tagen entfernt werden. Die restlichen Fäden lösen sich auf.

Gibt es Komplikationen?

Mit dem natürlichen Heilungsprozess bildet sich eine feine Bindegewebshülle (Kapsel) um das Implantat. Manchmal kommt es zu einer narbigen Verdickung der Hülle, einer sogenannten Kapselfibrose. Selten kommt es zu einer vorübergehenden Gefühlsstörung der Brustwarze oder zu einer eingeschränkten Stillfähigkeit. Wie bei allen Operationen besteht das Risiko einer Nachblutung, Infektion, Wundheilungsstörung oder einer überschiessenden Narbenbildung.

Das Wichtigste in Kürze

  • OP-Dauer: ein bis zwei Stunden
  • Narkose: Vollnarkose
  • Spitalaufenthalt: zwei bis drei Tage
  • Nachbehandlung:
        • Metallfreier Sport-BH für sechs Wochen
        • Sportkarenz für sechs Wochen
  • Arbeitsunfähigkeit: ca. eine Woche (abhängig von der körperlichen Belastung)