Behandlungsteam

​Unser Behandlungsteam setzt sich aus mehreren Disziplinen zusammen:

Pflege

Die ersten und engsten Ansprechpartner für Brandverletzte und ihre Angehörigen sind meist die Pflegefachpersonen. Sie führen die Verbandswechsel durch und achten auf das Wohlergehen. Auf unserer Intensivstation und Bettenabteilung muss man sich nicht täglich an neue Gesichter gewöhnen, weil wir das System der Bezugspflege haben. Das heisst, dass eine Pflegefachperson speziell für eine brandverletzte Person zuständig ist. So können Sie und ihre Angehörigen eine Vertrauensbasis zu ihr aufbauen.

Medizin

Das Ärzteteam umfasst Plastische Chirurgen, Intensivmediziner und Narkoseärzte. Allen gemeinsam ist
das Bestreben, Brandverletzte medizinisch optimal zu betreuen, kritische Situationen rechtzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln. Wir wollen Ihnen für Ihre Genesung die bestmögliche Unterstützung zukommen lassen.

Psychologie und Psychiatrie

Auch das Verarbeiten des Unfallgeschehens und seiner Folgen sowie die raschestmögliche Rückkehr in den Alltag gehören zu unseren zentralen Bemühungen. Zögern Sie nicht, psychologische Hilfe für sich oder Ihre Angehörigen in Anspruch zu nehmen. Gespräche können helfen, Ängste abzubauen und Kräfte für den  Heilungs- und Rehabilitationsprozess zu mobilisieren. Unsere Psychologische Fachkraft besorgt gerne weitere Informationsmaterialien und Broschüren zur Selbsthilfe.

Seelsorge

Als brandverletzter Mensch befindet man sich in einer äusserst schmerzvollen Lebenssituation. Das Angebot seelsorgerlicher Begleitung steht den Betroffenen und ihren Angehörigen offen. Seelsorge ist unmittelbare Zuwendung. Der Mensch wird nicht allein gelassen, er erfährt durch Beistand – sei dies im Gespräch, im Gebet, in der Stille – seine unverbrüchliche Würde. Die Seelsorge am UniversitätsSpital Zürich ist ein Dienst der evangelisch-reformierten und der römisch-katholischen Landeskirchen.

Sozialdienst

Wir begleiten Brandverletzte und ihre Angehörigen während des gesamten Spitalaufenthaltes. Falls man persönliche Verpflichtungen hat, die man wegen des Spitalaufenthaltes nicht ausführen kann, kann die Sozialarbeiterin oder der Sozialarbeiter weiterhelfen. Während der Vorbereitung auf die Spitalentlassung informieren wir Betroffene über Rehabilitationskliniken, Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten. Wir beraten  in versicherungstechnischen Angelegenheiten, wie z. B. der Kostenübernahme der Spitex, oder wir organisieren, falls nötig, eine Haushalthilfe.

Ergotherapie und Physiotherapie

Gleich zu Beginn ihres Spitalaufenthaltes werden Brandverletzte auf unsere engagierten Physiotherapeuten und Ergotherapeuten treffen. Sie achten darauf, dass ihre Gelenke trotz der Wunden genügend bewegt werden und unterstützen bei der Atmung. Sie legen Kompressionsverbände an und passen Schienen an, um Gelenke in einer natürlichen Stellung zu halten und die Narbenbildung zu minimieren. Auch während der ambulanten Nachbehandlung stehen sie weiter bei.

Ernährungsberatung

Nach einer Verbrennung benötigen Brandverletzte eine höhere Nahrungszufuhr, damit die Wunden optimal heilen können. Meist sind zusätzlich energie- und proteinreiche Zwischenmahlzeiten und/oder Trinknahrungen nötig. Wir unterstützen, wenn das Essen schwer fällt, kein Appetit vorhanden ist, Abneigungen gegen bestimmte Nahrungsmittel oder Fragen zur Ernährung bestehen.

Kontakt zu ehemaligen Patienten

Wenn Betroffene möchten, können wir Treffen mit ehemaligen Patientinnen und Patienten organisieren.
Für das Berner Oberland ist eine Selbsthilfegruppe im Aufbau. In der Westschweiz gibt es seit Jahren eine etablierte Selbsthilfegruppe für Brandverletzte mit dem Namen „Flavie“.